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Auswirkungen des Bestellerprinzips

Die Angebotspreise lagen 2015 bei rd. 8 €/m² und somit rd. 2 €/m² oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete von rd. 6 €/m². Somit beträgt die Steigerung allein in diesem Jahr rd. +33 % (!). Die Vermutung liegt daher nahe, dass Vermieter die ihnen entstandenen Maklerprovisionen in die Angebotsmiete eingepreist haben. Private Vermieter haben ihre Preise daraufhin ebenfalls entsprechend nach oben hin angepasst mit der Folge, dass seitdem der gesamte Wohnungsmarkt angezogen hat.

Daher liegt es nahe, dass die Einführung des Bestellerprinzips (mit-)ursächlich für die negative Entwicklung des Wohnungsmarktes ist. Würde das Bestellerprinzip nun auch auf den Verkauf ausgeweitet, würden die Kaufpreise für Immobilien voraussichtlich ebenfalls sprungartig um ca. 10% steigen. Nutznießer wären so mit Immobilienbesitzer sowie der Staat selbst (aufgrund steigender Grunderwerbsteuereinnahmen) – aber eben nicht die jungen Familien, welche die Bundesregierung durch das geplante Bestellerprinzip doch eigentlich besonders unterstützen möchte.

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